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Formwertrichterschulung im Schweizerischen Schweisshund - Club

Am Samstag, 10. Juli 2010, organisierte ich als Zuchtwart des SSC für alle Formwertrichter und Anwärter einen Weiterbildungstag in Winterthur. Dabei wurden folgende Themen bearbeitet:

Zuerst in einem Theorieblock am Morgen die Themen HD (Hüftgelenk Displasie) Erkrankung beim Hund und die immer wieder auftretende Epilepsieerkrankung. Dank meinem Freund und Jagdkameraden, Prof. Dr. med. vet. Jean Michel Hatt, war es mir gelungen für den Vortrag Hüftdisplasie Herrn Dr. med. vet. Sebastian Knell, Klinik für Kleintierchirurgie, Vetsuisse-Fakultät Universität Zürich und für den Vortrag Epilepsie Frau Dr. med. vet. Diana Hunkeler, Abteilung für Neurologie, Vetsuisse-Fakultät Universität Zürich, zu gewinnen. Für die Diskussion am Ende der beiden Vorträge zeichnete Prof. Dr. Jean Michel Hatt verantwortlich.

Herr Dr. Knell gelang es auf einfache Art anhand von Bildern die ganze Problematik der HD aufzuzgeigen. Es kam klar zum Ausdruck, dass HD nicht nur vererbt wird sondern auch andere Einflüsse für die Gelenkerkrankung verantwortlich sein können. Vor allem die Fütterung oder im Welpenalter unvernünftige Anstrengungen können solche Hüftgelenkerkrankungen hervor rufen. Darum ist es wichtig, dass alle Hunde auf HD untersucht werden. Zur Zucht sollten nur Hunde die HD frei oder mit HD Übergang belastet sind eingesetzt werden. Es wurde auch gezeigt, was in der Chirurgie bei Gelenkschäden heute alles möglich ist. Mit grossem Applaus wurde dieser informative Vortrag verdankt.

Frau Dr. Diana Hunkeler informierte anhand von Videos über Epilepsie auf sehr verständliche Art und Weise. Nur wer selber einmal erlebt hat, was bei einem Epi-Anfall vor sich geht und man eigentlich nicht helfen kann, der weiss, was das für Hund und Führer bedeutet. Natürlich gibt es heute Medikamente. Aber besser ist es, wenn diese schlimme Krankheit verhindert wird. Epilepsie kann genetisch bedingt vererbt werden. Sie kann aber auch durch andere Krankheiten erworben werden. Es kam aber bei diesem Vortrag klar zum Ausdruck, dass bei vertrauensvollem Umgang und den nötigen ehrlichen Rückmeldungen an die verantwortlichen Personen einiges verhindert werden könnte. Jeder Epilepsiefall muss mit einer Zuchtsperre belegt weden, auch für Eltern und Geschwister. Eine interessante, lebhafte Diskussion unter Leitung von Dr. Jean Michel Hatt rundete das sehr interessante Morgenthema ab.

Als Dank erhielten beide Referenten einen feinen Tropfen aus den Schaffhauser Weinbergen.

Der Nachmittag war dann ganz der Formbewertung des Hannoverschen Schweisshundes gewidmet. Herr Winfried Wagner, mein Zuchtwartkollege vom Verein Hirschmann, hatte sich bereit erklärt, diesen Ausbildungsteil zu übernehmen. Zuerst wurden an Hand von Bildern die verschiedenen Rasse typischen Merkmale besprochen und die verschiedenen Meinungen diskutiert. Anschliessend wurde dann bei drei Hannoverschen Schweisshunden (ein roter und zwei gestromte) in der Gruppe, der Formwert festgestellt. Dabei war ein neu gestaltetes Formwertblatt vom Verein Hirschmann die Grundlage. Alle Vor- und Nachteile wurden in der Gruppe mit viel Herzblut diskutiert. Schlussendlich ist es ja sehr wichtig, einheitlich und objektiv den Formwert eines Hundes festzustellen. Das war an diesem Ausbildungstag ganz klar der Fall. Was immer wieder Mühe bereitet, ist das Messen der Risthöhe. Zwei Hunde wurden mit einem "Gut" bewertet, ein Hund mit einem "Sehr gut". Alle Teilnehmer waren so bei der Sache, dass der Schluss der Veranstaltung erst um 17.00 Uhr fest stand.

Es ist mir ein Anliegen, allen Beteiligten für ihr grosses Interesse ganz herzlich zu danken. Ein besonderer Dank geht nochmals an Herrn Winfried Wagner, der auch die weite Anreise nicht scheute. Ein ganz grosser Dank an Hans und Erika Schläppi und ihren Helfern, die uns die ganze Infrastruktur zur Verfügung stellten und für Kaffee und Gipfel und weitere Getränke verantwortlich zeichneten. Ein schöner und lehrreicher Tag ist damit Vergangenheit.

Ich werde versuchen, im nächsten Jahr den Bayerischen Gebirgsschweisshund ebenfalls an einem solchen Seminar genauer zu besprechen.

Der Zuchtwart:

Ruedi Leu

 

Lehrgang 1000 Meter - Fährte, 5. Juni 2010, Niederurnen

14 SSC Mitglieder nahmen an diesem Lehrgang in Niederurnen teil. Am Vormittag wurden das Fährtenreglement und die Prüfungsbewertung eingehend erläutert und diskutiert.

In drei Arbeitsgruppen konnten die Teilnehmer die verschiedenen Teile der Prüfungsarbeit üben und auch diskutieren. Als besondere Punkte sind zu erwähnen: Vorsuche, Verweiserpunkte, Haken, schweisslose Strecke und Widergang.

Der Mittagsaser, unter der Leitung von Yvonne Küng zubereitet, konnte ind der Kantine der örtlichen KVA serviert und genossen werden.

Am Nachmittag wurden von den teilnehmenden Gespannen verschiedene am Vortag vorbereitete Fährten zu Übungszwecken und als Anschauungsunterricht ausgearbeitet.

Weidmannsdank meinen Helfern Michael Eichhoff, Sämi Gantner, Sepp Klauser und Jürg Rohrer für die Unterstützung und Vorbereitung der Tagung.

Der SSC Chef - Prüfungsleiter

Kurt Küng

 

 

 

Der Schweizerische Schweisshundclub, Mitglied der SKG , ist in der Schweiz der Club, der für die beiden Rassen,

  • Bayerischer Gebirgsschweisshund (BGS) und
  • Hannoverscher Schweisshund (HS)

für die Leistungszucht zuständig ist.

 

 

 

 

Welpenvermittlung

Nur der Schweizerische Schweisshundclub SSC vermittelt Ihnen aus dem In- oder Ausland einen Welpen aus gesunder, jagdlicher Leistungszucht mit den einzigen, ordnungsgemässen offiziellen Papieren des ISHV (Internationaler Schweisshundverband). Informationen erhalten Sie gerne von unserem  Zuchtwart

Ruedi Leu, im Herbstel 41, 8231 Hemmental

(052 685 40 97 / 079 335 86 79 / ruedileu@bluewin.ch)

oder einem anderen Vorstandsmitglied oder Regionalobmann.

 

 

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