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Bericht 2. SSC Prüfung Habkern / BE

In Habkern wurde am 9. August 2015 die zweite und letzte SSC 1000-Meter Vorprüfung ausgetragen. Die Prüfungsgebiete wurden vom zuständigen Regionalgruppenobmann Ruedi Wyss grosszügig ausgeschieden und so ausgewählt, dass alle Fährten unter ähnlichen Bedingungen angelegt werden konnten. Wildreiche und teils bestossene Alpweiden stellten sehr hohe Anforderungen an die Gespanne.

Bei heissem und trockenem Wetter wurde am Samstagvormittag um 10.00 Uhr mit dem Anlegen der 9 Fährten und Vorsuchen begonnen. Das vom Regionalgruppenobmann zur Verfügung gestellte Fährtenmaterial stammte jeweils vom selben Stück Rotwild. Um für alle Gespanne die gleichen Voraussetzungen gewährleisten zu können wurden die Richtergruppen angewiesen den Mittagsaser aus dem Rucksack mitzunehmen. Den Richtergruppen standen jeweils ortskundige Gebietsführer zur Seite. Um ca. 14.00 Uhr waren alle Vorsuchen und Fährten angelegt. Die Einteilung der Richtergruppen gestaltete sich wie folgt: Gruppe 1: Richard Bellwald, Ruedi Merz und LRA Marcus Schocher; Gruppe 2: Rolf Zumbrunnen, Markus Schöpfer und LRA Fritz Schluep. Die Richtergruppe 3 bestand aus Ruedi Wyss und Klaus Lauber.

Sonntag, 7.00 Uhr nach der Auslosung der Fährten, konnten alle Gespanne ihre Arbeiten mit den jeweilgen Richterguppen in Angriff nehmen. Es zeichnete sich ab, dass die Prüfungsbedingungen trotz warmer Witterung optimal waren. Von den 9 gemeldeten Gespannen konnten 8 Gespanne den hohen Anforderungen gerecht werden. Ein Beweis dafür, dass in den Regionalgruppen sehr gute Vorarbeit geleistet wird. Die beste Arbeit zeigte das Gespann Gerhard Liesch mit seiner BGS Hündin Bea z Pànskey pazite mit den Noten 8 8 7 6. Folgende Gespanne konnten erfolgreich die 1000-Meter Vorprüfung ablegen: Edi Ambühl mit der BGS Hündin Tara z Lubochniankey, Toni Grob mit dem BGS Rüden Rocky vom Pfingstberg, Gian-Fadri Schorta mit der BGS Hündin Oxana vom Ludwigstrauch, Matthias Amacher mit BGS Rüden Kuno von der Longern sowie Klaus Hurschler mit dem BGS Rüden Aiko vom Notlendkar. Bei den Hannoverschen Schweisshunden durften die Gespanne Amadeus Schmid mit der HS Hündin Donna vom Bodinggraben und Thomas Addor mit Bella von der Gastegalp die Prüfungsurkunde in Empfang nehmen.

Zum Schluss bleibt mir nur noch zu danken. Allen voran dem Regionalgruppenobmann Ruedi Wyss für die sehr gute Vorbereitung sowohl den Richterkollegen für die gute Zusammenarbeit und die korrekte Beurteilung sowie den Gebietsführern für die Betreuung der Richtergruppen und den zahlreichen Helfern.

Niederurnen, 15.August 2015

Kurt Küng

Richterobmann / Prüfungsleiter vor Ort































































Bericht der 1. SSC Prüfung Heinzenberg / GR

Im Heinzenberg/GR führte der Schweizerische Schweisshund-Club am 12. Juli 2015 seine erste 2015-er Schweisshundeprüfung durch. Es war nicht irgendeine Prüfung sondern es war die erste 1000-Meter Vorprüfung, nach dem neuen SSC-Prüfungsreglement, die an die jungen Schweisshunde grosse Anforderungen stellt. Zwölf Gespanne wurden angemeldet. 11 Gespanne traten, wie wir im Nachhinein feststellen durften, gut vorbereitet zur Prüfung an.

Die Prüfungsgebiete wurden zusammen mit Wildhüter Hans Gartmann grosszügig ausgeschieden und so ausgewählt, dass alle Fährten unter ähnlichen Bedingen angelegt werden konnten. Die teils steilen und wildreichen Fährtengebiete stellten bedeutende Anforderungen an Richter, Hundeführer und Hunde. Zusätzlich wurden die Arbeiten durch die heisse, trockene Witterung erschwert.

Läufe, Schweiss und Decken - für die Vorsuchen und Fährten - stammen jeweils vom selben Stück Rotwild. Für die Bereitstellung vom einwandfreien „Fährtenmaterial“, bedanke ich bei den Wildhütern Guolf Denoth und Karl Heinz Jäger.

Die Richtergruppen wurden wie folgt eingeteilt: Gruppe 1: Leo Thomann GR / Karl Heinz Gysel SH und LRA Christian Kendelbacher SG, Gruppe 2: Martin Aebi FL / Frank Hofer AG, Gruppe 3: Werner Giger GR / Andreas Stüssi GL und LRA Markus Schiess ZH und Gruppe 4: Ruedi Wyss BE / Dieter Anliker GL und LRA Marcus Schocher GR

Samstagvormittag, 11. Juli wurde um 10 Uhr mit dem Legen der Fährten begonnen. Um für alle Fährten etwa die gleichen Stehzeiten zu erreichen wurden die Richter angewiesen den Mittagsaser im Rucksack mitzunehmen. Den Richtergruppen standen erfahrene Revierbegleiter zur Seite.

Sonntagmorgen, 12. Juli konnte ich bereits vor der vereinbarten Zeit die vollständig anwesenden Hundeführer und Richter zur Prüfung begrüssen. Schon jetzt standen einigen Anwesenden Schweissperlen auf der Stirn. War dies wegen der Wärme oder war es die Anspannung wegen der bevorstehenden Prüfung. Bereits um 07.35 Uhr waren die Fährten ausgelost und die Gruppen machten sich auf den Weg in ihre Prüfungsgebiete. Eine Gruppe wurde von Toni Pfiffner, Korrespondent der Zeitschrift „Schweizer Jäger“ während dem ganzen Prüfungstag begleitet. Toni, der dieses Fährtengebiet als ortsansässiger Jäger bestens kennt, beobachte die Fährtenarbeit auf Distanz und hielt den Prüfungsablauf mit der Kamera fest. Drei Richtergruppen hatten je drei Gespanne auf der Vorsuche und Kilometerfährte und anschliessend beim Gehorsam/Riemenführigkeit und Ablegen/Schussruhe zu richten. Mir war zum vornherein bewusst, dass sich das Richten von drei Vorprüfungen - nach dem neuen Reglement - in die Länge ziehen wird. Es war 14 Uhr als alle Richtergruppen und die geprüften Gespanne zurück waren. Glücklicherweise wurde weder die Reservevorsuche noch die Reservefährte benötigt. Nach und nach traf eine ganze Schar Mitglieder und Freunde der roten Hunde bei unserem Sammelplatz in Thusis ein. Zu Beginn der Prüfungsbesprechung gab ich Noldi Tiri, der als Revierbegleiter mit dabei war, das Wort. Er überbrachte uns die besten Grüsse vom Bündner kantonalen Patentjägerverband. Noldi zeigte sich beeindruckt von den guten Leistungen der jungen Schweisshunde und ihren Führern. Die Prüfungsergebnisse auf der neuen, anspruchsvollen Vorprüfung zeigen auf, dass sich Richter und Hundeführer intensiv mit dem Reglement auseinandergesetzt haben.

Von den 11 zur Prüfung angetretenen Gespannen haben, trotz der anhaltend trockenen Witterung, 10 Gespanne oder 91 % die Prüfung bestanden. Die einzelnen Arbeiten wurden durch unsere erfahrenen Richter fachkundig kommentiert. Den Hundeführen danke ich für ihre Disziplin und gratuliere ihnen zu den sehr guten Prüfungsresultaten. Folgende Gespanne konnten die Prüfung erfolgreich Ablegen: Andrea Müller mit dem aus dem Zwinger von Gabi und Leo Thomann stammenden BGS Rüden Baik vom Surcarungas, Werner Durrer mit der BGS Hündin Dira vom Hirzli, Hans Näf mit dem BGS Rüden Dino vom Hirzli, Daniel Luppi mit der BGS Hündin Belen Nere Stefano, Romano Vasella mit BGS Hündin Diana die Campasch sowie Ueli Nef mit der BGS Hündin Tina v. Lubochnianskey doliny und Urs Büchler mit der BGS Hündin Ona vom Ludwigsstrauch. Bei den Hannoverschen Schweisshunden legten folgende Gespanne erfolgreich die Prüfung ab: Paul Willi mit der HS Hündin Cyni vom Bodinggraben, Carlo Paganin mit Lady Diana sowie Ruedi Güttinger mit der HS Hündin Biborka. Ich wünsche ihnen ein kräftiges Suchenheil bei der Arbeit auf der Wundfährte. Das Auffinden von verletztem Wild ist unser oberstes Ziel. Immer, ob das Wild durch die Jagd oder durch den Bahn- und Strassenverkehr verletzt wurde.

Meinen Dank richte ich an Marcus Schocher der die Prüfung vor Ort vorzüglich vorbereitet hat. Besten Dank an das Amt für Jagd und Fischerei GR für die Bewilligung eine Schweizerische Schweisshundeprüfung in Graubünden durchführen zu dürfen. Der Gemeinde Thusis danke ich für die zur Verfügung Stellung ihres Forstwerkhofes.

Alle Richter und Richteranwärter haben an dieser ersten 1000-Meter Vorprüfung vorzügliche Arbeit geleistet. Meine Erwartungen an Sie waren hoch und wurden ausnahmslos erfüllt. Dafür meinen herzlichen Dank. Es ist mir ein Bedürfnis der ganzen Mannschaft vom SSC-Beizli der Regionalgruppe Graubünden/Tessin unter der Leitung von Judith Schocher zu danken. Es ist ihnen gelungen uns mit einem feinen „Zmaränd“ und feinen Desserts zu überraschen. Die heisse Sonne trocknete unsere Kehlen aus, doch das SSC-Beizli war in der Lage uns bis zuletzt gut gekühlte Getränke zu servieren. Auch für unsere Vierbeiner war kühles Wasser vorhanden. Präsident Leo Thomann gab abschliessend seiner Freude Ausdruck über die sehr gut verlaufene Prüfung. Der heutige Tag sei für ihn eine Bestätigung, dass der SSC im Prüfungswesen auf dem richtigen Weg sei. Seinerseits gratulierte er den Hundeführern zu ihren Prüfungserfolgen und dem Junghundeführer der die Prüfung nicht bestanden hat wünschte er Durchhaltewillen. Er verdankte die selbstlose Arbeit der Richter und mit einem kräftigen Applaus wurde nochmals die Arbeit der Wirte Crew verdankt.

Dies war meine 101 Schweisshundeprüfung beim BSC, SSC, ISHV oder anderen Organisationen wo ich als Richter oder Prüfungsleiter mit dabei war. Ich hoffe dass bald ein junger Prüfungsleiter bestimmt wird und ich das Feld räumen kann. Abschliessend kamen alle Hundeführer und Richter in den Genuss von einem Gläschen von Judith’s Tannenschösslihonig. Mmm – herzlichen Dank.

Seewis, 14. Juli 2015

Der Prüfungsleiter

Jürg Hartmann